Devisen erklärt

Daniela Hoffmann12/Mai/2015Devisenmarkt

Der Devisenmarkt (auch Währungsmarkt oder Forex genannt) ist der Ort, an dem Devisen gekauft und verkauft werden. Der Wert einer Währung ändert sich stetig und ist abhängig von Faktoren wie Finanzistituten, z.B. Banken, dem Kauf und Verkauf von großen Mengen, geopolitischen Ereignissen und der Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten wie Zinsentscheidungen und Arbeitslosenzahlen.

Der Wert einer Währung spiegelt im Grunde genommen die Gesundheit der Wirtschaft und politische Stabilität eines Landes wider. Es werden täglich etwa 5,3 Billionen US-Dollar am Devisenmarkt umgesetzt, womit er zu einer der größten und liquidesten Finanzmärkte der Welt gehört.

Währungen werden immer in Paaren gehandelt (z.B. GBP/USD). Diese 8 zählen zu den meist gehandelten Devisen:

  • US-Dollar (USD)
  • Britisches Pfund (GBP)
  • Japanischer Yen (JPY)
  • Kanadischer Dollar (CAD)
  • Schweizer Franken (CHF)
  • Neuseeland-Dollar (NZD)
  • Australischer Dollar (AUD)
  • Euro (EUR)

Beim Nachrichten sehen oder Zeitung lesen begegnet Ihnen der Begriff ‚Pip‘. Ein Pip stellt die kleinste Einheit dar, die die Preisänderung eines Währungspaares misst, wobei es sich um einem Punkt des Wertes einer Währung handelt – vergleichbar mit der letzten Zahl eines Preises. Beim Handel mit dem Yen, zum Beispiel, bezeichnet der Pip die zweite Dezimalstelle (z.B. 131,84) und bei anderen Währungen die vierte Dezimalstelle (z.B. 1,5345).

Viele Trader beschreiben ihre Gewinne und Verluse anhand von Pips anstelle von Währungsbeträgen. Angenommen eine Währung steigt von 1,5345 auf 1,5355, dann ist sie um 10 Pips gestiegen.

Der Devisenmarkt unterscheidet sich von anderen Finanzmärkten dahingehend, dass es keine Börse und kein Clearinghaus für den Währungstausch gibt. Es ist ein strikter außerbörslicher Markt (Over-The-Counter, OTC). Der Forex-Markt ist den ganzen Tag geöffnet und bewegt sich 24 Stunden täglich, im Rhythmus der Weltstädte von Tokyo, London bis nach New York.

Verträge

Es gibt zwei wichtige Verträge, die Sie eingehen können, wenn Sie Fremdwährungen kaufen oder verkaufen möchten – Kassageschäfte, die einfachste Art – eine Order wird zu einem bestimmten Preis und über einen bestimmten Zeitraum, normalerweise 2 Tage, festgelegt – und ein Termingeschäft, welches eine Art des Risikomanagements darstellt.

Das Risikomanagement wird beim Devisenhandel oftmals übersehen, obwohl es eigentlich ganz einfach ist. Ein Termingeschäft erlaubt es Ihnen, eine festgelegte Menge an Devisen zu einem festgelegten Preis entweder innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens oder eines in dem Vertrag festgelegten Zeitpunkts zu kaufen. Jeder Rücktritt von einem Termingeschäft vor dem Schlusstermin wird als ‚Drawdown‘ bezeichnet.

Da die Währungsmärkte in den letzten Jahren großen Schwankungen unterlagen, profitieren Sie davon, Zukunftspreise zu vereinbaren, da Sie sich auf diese Weise gegen Währungskursrisiken absichern können. Mit Hilfe eines Risikomanagaments wissen Sie genau, wie hoch Ihre Zahlungen oder Einkünfte zu einem zukünftigen Zeitpunkt sein werden, unabhängig davon, was auf den Märkten geschieht.

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Verfasst von Daniela Hoffmann

German Marketing Executive bei Ebury. Magister Artium in Amerikanistik, Germanistik und Rechtswissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.