Die wichtigsten Begriffe im Devisenhandel

Daniela Hoffmann15/Jul/2015Devisenmarkt

Der Devisenmarkt ist einer der größten und liquidesten Finanzmärkte der Welt, an dem Finanzunternehmen, Organisationen und Personen Währungen kaufen und verkaufen können. Es werden täglich etwa 5,3 Billionen US-Dollar am Devisenmarkt umgesetzt. Der relative Wert einer Währung ergibt sich aus Kursschwankungen der Währungspaare, Handel, politischen Ereignissen und weltweiten Finanzströmen.

Kernbegriffe:

Währungsrisiko oder Wechselkursrisiko – Es bezeichnet die Unsicherheit über künftige Wechselkursentwicklungen und die Möglichkeit auf Verluste aufgrund von nachteiligen Wechselkursschwankungen. Unternehmen mit Außenhandelsaktivität oder Gesellschaften bedienen sich verschiedenster Hedging-Strategien, um sich gegen potentielle Verluste abzusichern.

Risikomanagement – Das Währungsrisiko kann durch eingehendes Marktwissen gemindert werden, das Ihnen durch die Analyse makroökonomischer Faktoren einer Währung und die Ausarbeitung von Strategien mit Hilfe von Devisenexperten ermöglicht wird.

Hedging-Strategien – Hedging-Strategien können ebenfalls das Risiko auf potentielle Verluste mindern. Im Außenhandel tätige Unternehmen nutzen Termingeschäfte, um einen festen Wechselkurs für ihre Geschäfte zu erhalten.

Liquidität – Die Liquidität einer Währung wird von der Aktivität und dem Volumen der Transaktionen bestimmt. Je höher das Handelsvolumen, desto einfacher ist es, die Währung zu kaufen und zu verkaufen. Die liquidesten Währungen sind durch wirtschaftliche und politische Stabilität gekennzeichnet. Nachdem der Euro eine Gemeinschaftswährung geworden ist, trat er an die Seite des US-Dollars, des japanischen Yens, des britischen Pfunds und des kanadischen Dollars und gehört seitdem zu einer der liquidesten Währungen der Welt.

Konvertible Währungen – Währungen, die unbegrenzt in andere Währungen umgetauscht werden dürfen und deren Preis durch Nachfrage und Angebot bei dem Devisenhandel bestimmt werden. Eine Währung ist frei konvertierbar, wenn die Devisenbewegungen und Auszahlungen keinen Beschränkungen oder Auflagen in dem assoziierten Land unterliegen.

Von den über 160 verschiedenen Währungen ist lediglich ein kleiner Prozentsatz konvertibel. Beispiele für konvertible Währungen sind der US-Dollar, Euro, Yen und das britische Pfund.

Nicht konvertible Währungen – Sie werden auch Binnenwährungen genannt und sind Währungen, die nicht auf dem Devisenmarkt gehandelt werden und oftmals durch die Landesregierungen auferlegten, gesetzlichen Einschränkungen unterliegen.

Nicht frei konvertierbare Währungen sind eng mit Schwellenländern verknüpft, da die Einschränkungen zum Schutz vor hoher Volatilität dienen. Ein Beispiel für eine nicht konvertible Währung ist der Naira.

Glossar:

Begünstigter/Zahlungsempfänger – Eine natürliche oder juristische Person, an die eine Überweisung getätigt wird.

BIC – Bank Identifier Code – Eine international gültige Bankleitzahl, die bei Banküberweisungen angegeben wird.

CHIPS – Clearing House Interbank Payments System – Eine US-amerikanische, private Clearinggesellschaft, die täglich über 1 Milliarde US-Dollar umsetzt.

Überweisung – Eine Methode des elektronischen Transfers von Zahlungsmitteln zwischen Banken oder Bankkonten.

Fedwire – The Federal Reserve Wire Network – Ein Clearing- und Kommunikationssystem von Federal Reserve Banken zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs in den USA. Der durchschnittliche Transaktionswert liegt bei über 2,6 Milliarden US-Dollar.

IBAN – International Bank Account Number – Ein international standardisierter Code zur Identifizierung eines Kontos für nationale und grenzüberschreitende Zahlungen.

SWIFT – Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication – Eine internationale Genossenschaft von Geldinstituten, die für die weltweite Telekommunikation zwischen Banken sorgt. Es wird kein Geld ausgetauscht, sondern Nachrichten.

Wir hoffen, dass alle Ihre Fragen beantwortet wurden. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen jedoch gerne unter +49 (0) 69 1200 66 920 zur Verfügung.

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Verfasst von Daniela Hoffmann

German Marketing Executive bei Ebury. Magister Artium in Amerikanistik, Germanistik und Rechtswissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.