Herausforderungen der Schweizer Fertigungsindustrie

Daniela Hoffmann10/Sep/2015Branchen

Schweizer Fertigungsindustrie – Ein Überblick

Die Fertigungsindustrie ist eine der stärksten Branchen in der Schweiz. Der Purchasing Managers Index (PMI) hat sich von 48.70 im Juli 2015 auf 52.20 im August erhöht und stellt somit den höchsten Stand seit Dezember 2014 dar. Der PMI-Durchschnitt in der Schweiz lag 2008-2015 bei 52.01 und der Höchststand bei 66.90 im Juli 2010. Der Tiefstand bildete das Jahr 2009, in dem der PMI im Februar einen Stand von 32.60 erreichte.

 

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Zunächst sei zu erwähnen, dass die Schweizer Herstellungsindustrie den eigentlichen wirtschaftlichen Motor der Schweiz darstellt und hauptsächlich durch Erfolgsfaktoren wie eine hohe Innovationskraft und Produktionsqualität glänzt. Der Export ist ebenfalls ein wichtiger Teil dieser Branche und gerade die starke Exportorientierung und weltweite Präsenz zusammen mit den anderen Rahmenbedingungen machen diese Branche zu einer der weltweit führenden Wettbewerber. Das wird auch im internationalen Vergleich wie in der Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF) deutlich, in der die Schweiz Platz 1 in dem Global Competitive Index belegt.

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Dennoch sieht sich die Industrie durch die Globalisierung einigen Herausforderungen gegenüber, die die hohen Kosten für Produktion und Innovation in der Schweiz immer mehr unter Druck setzt.

Der Druck, der auf der verarbeitenden Industrie sitzt, wurde in den letzten Jahren durch die weltweite Finanzkrise und Rezession von 2008 – 2009 und durch die Eurokrise und die begleitende Stärkung der Schweizer Franken weiter vergrößert.

Trotz der Herausforderungen der letzten Jahre verlor die Industrieproduktion nicht an Bedeutung und trägt weiterhin einen großen Teil zum Wachstum und Wohlstand des Landes bei.

Welche Herausforderungen gibt es?

In einem 2014 publizierten White Paper zählt Deloitte auf, welchen Herausforderungen diese für die Schweiz wichtige Branche gegenübersteht. Im Wesentlichen sind es die folgenden 4 Punkte:

  • Die wirtschaftliche Vitalität und Stärke des Schweizer Franken dominiert das derzeitige wirtschaftliche Klima und muss erfolgreich navigiert werden.
  • Es gab bisher kein starkes Wirtschaftswachstum bei den etablierten und entwickelten Märkten, sondern eher in den neuen Wachstumsmärkten Asien, Südamerika und Afrika.
  • Inmitten des größeren weltweiten Wettbewerbs stehen neue Produkte und Innovation verstärkt als abgrenzende und wettbewerbsfähige Faktoren und wettbewerblicher Vorteil im Vordergrund.
  • Ressourcenknappheit und höhere Ressourcenpreise, die hauptsächlich im Bereich Talent und Energie vorherrschen, stellen weitere Herausforderungen dar.

Marktentwicklungen sind immer schwieriger prognostizierbar. Es sind nicht nur Marktschwankungen, die den Unternehmen zusetzen, sondern auch die steigenden Anforderungen der Kunden. Außerdem haben Unternehmen heutzutage mit der zunehmend globaleren Konkurrenz zu kämpfen. Es besteht ein starker Kostendruck, welcher unter anderem zu eindimensionalen Verlagerungsentscheidungen führt, die oft mit schwerwiegenden Einschränkungen der betrieblichen Flexibilität einhergehen. Besonders nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses und mit der derzeitigen Frankenstärke stehen besonders exportorientierte kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in der Fertigungsbranche unter diesem Kostendruck und sind vermehrt auf Unterstützung angewiesen, die ihnen dabei hilft, die Währungsnachteile der Schweizer Exportindustrie auszugleichen.

Wie kann Ebury helfen?

Ebury entwickelt gemeinsam mit Unternehmen eine Strategie, um das Währungsrisiko minimieren zu können.
Ebury kann durch eine Auswahl an Terminkontrakten, Kassatransaktionen, NDFs, Swapgeschäften und Limit-Risikomanagementstrategien an das Unternehmen anpassen und gemeinsam eine Zahlungslösung erarbeiten, mit denen die Kosten und die Dauer von Überweisungen massiv reduziert werden können.

ABSICHERUNG GEGEN WECHSELKURSRISIKEN:

  • Window Forward: Absicherung gegen Wechselkursschwankungen mit einer flexiblen Auszahlungsoption. Während des eingeräumten Zeitfensters können auch Teilbeträge abgerufen werden.
  • Fixed Forward: Termingeschäft mit einem festgelegten Auszahlungsdatum. Feste Termingeschäfte werden verwendet, wenn der Zahlungstermin unwiderruflich feststeht.

MARKET ORDERS:

Bedingungen, zu denen eine Order ausgeführt werden soll, die vor dem Kauf oder Verkauf von Devisen festgelegt werden muss. Die Zusätze können jederzeit vor Ausführung der Trades storniert werden.

  • Limit-Order: Die Order wird nur zu einem Kurs ausgeführt, der gleich oder günstiger als das angegebene Limit ist.
  • Stop-Order: Die Order wird nur zu einem Kurs ausgeführt, wenn der Markt das Stop-Niveau überschreitet (Kauf) oder unterschreitet (Verkauf).
    One Cancels Other: Für Limit- und Stop-Orders. Wenn der eine Auftrag ausgeführt wurde, wird der andere Auftrag storniert.

Kontaktieren Sie uns, um herauszufinden, wie Ihr Unternehmen von einer passenden Finanzierung profitieren kann.

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Verfasst von Daniela Hoffmann

German Marketing Executive bei Ebury. Magister Artium in Amerikanistik, Germanistik und Rechtswissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.