US-Dollar widererstarkt auf den Hoffnung von Trump’s Steuersenkungen

Enrique Díaz-Álvarez04/Oct/2017Devisenmarkt

Die politischen Entwicklungen der US stärken den US-Dollar zu Beginn der letzen Woche. Zum vierten Mal in Folge geht der US-Dollar gestärkt aus der Woche heraus.

Es scheint, dass die republikanische Führung und die US-Regierung schnüren derzeit ein Steuersenkungsprogramm. Aufgrund des bisherigen Leistungen der neuen US-Regierung hilft die bloße Wahrscheinlichkeit einer Steuererleichterung für das Widererstarken des US-Dollars. In der zurückliegenden Woche konnte der USD gegen jede G10 Währung und gegen jede bedeutende exotische Währung zulegen. Die einzige Ausnahme war der Russische Rubel.

In dieser Woche stellt die Veröffentlichung der US-Payrolls am Freitag das wichtigste Risikoevent dar. Die beiden Hurrikans werden die Daten der US-Wirtschaft und des amerikanischen Arbeitsmarktes erstmals beieinflussen und möglicherweise einen tieferen Einblick in die US-Wirtschaft offenbaren. Die Lohnentwicklung wird hierbei aussagekräftig sein. Die Zentralbank hofft eine starke Entwicklung, um das prognostizierte Inflationsniveau zu treffen. Zusätzlich steigen die politischen Risiken in Europa. Der Hauptaugenmerk liegt hierbei auf den Auswirkungen des Catalanischen Referendums zur Unabhängigkeit und die Bemühungen zur Regierungsbildung in Deutschland.

Hauptwährungen im Detail

EUR

In der zurückliegenden Woche verlor der Euro aufgrund der anstehenden Steuerleichterung in den USA und der zunehmenden poltiischen Risiken über ganz Europa an Wert. Das überraschend gute Abschneiden der AfD und das schlechte Wahlergebnis der SPD veranlasst die SPD in die Opposition zu gehen. Dies erschwert Angela Merkel die Regierungsbildung. Die derzeit präferierte Regierung soll aus der Union, der FDP und den Grünen bestehen. Der eskalierende Konflikt zwischen der spanischen Regierung und der katalanischen Regionalregierung stiftet zusätzliches Mißtrauen in den Euro. Die Märkte werden das Protokoll der letzten EZB Sitzung genau überprüfen. Die skizzierte politische Lage in Europa kann den Euro gegenüber dem US-Dollar unter Druck setzen.

GBP

In der zurückliegenden Woche wurden kaum wirtschafltiche oder poltischen Daten veröffentlicht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wurde leicht nach unten revidiert, jedoch stellt dies eine Nachbetrachtung der bereits getroffenen Maßnahmen dar und hat somit nur geringen Einfluss auf die Entwicklung des britischen Pfunds.

Diese Woche wird ähnlich ruhig. Eine Ausnahme kann das Treffen der Konservativen Partei darstellen. Allerdings scheint es zunehmende Stimmen zu geben, die eine Übergangsperiode nach Artikel 50 befürworten, um das britische Pfund zu stützen. Aus diesem Grund erwarten wir eine weitere Verstärkung des britischen Pfunds gegen den Euro.

USD
Die zurückliegende Woche wurde von der Politik und den politischen Nachrichten in den USA bestimmt. Die Replubikaner stehen demnach kurz vor der Finalisierung des

Steuersenkungsprogramms. Der Fokus liegt dabei bei der Senkung der Unternehmenssteuern. Die bisherigen Erfahrungen der vorgeschlagenen Gesetzesänderungen werden wiederrum zu Skepsis führen.

Weiterhin deutene die Mitglieder der Zentralbank die Leitzinserhöhung für Dezember an. Sie begründen den Schritt mit großen Unterschied zwischen den Marktzinssätzen und den Prognosen der Zentralbank. Im Falle einer Ausweitung der Zinsunterschiede zwischen den USA und Europa erwarten wir eine weitere Unterstützung für den US-Dollar.

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Verfasst von Enrique Díaz-Álvarez

Chief Risk Officer bei Ebury. Engagiert sich für maßgeschneiderte Strategien zur Minderung von Wechselkursrisiken, detaillierte Markteinsichten und FXFC-Prognosen für Bloomberg.